(YouTube Direktwild, via Nicorola)
Hier das neue Video zu Get Well Soon’s großartiger erster Single-Auskopplung „Angry Young Man“ aus dem zweiten Studio-Album „Vexations“ (Erscheinungstermin: 22. Januar). Konstantin Gropper, der Mann hinter dem Musikprojekt, gab den Clip zum Song in die Hand der bildundtonfabrik. Dort habe ich einfach mal bei Matthias Schulz nachgefragt, ob er mir noch ein paar Hintergründe zum fantastischen Ergebnis erläutern könne. Wie wurde z. B. die sehr realistisch wirkende Stein-trifft-Vogel-Szene realisiert? Wo wurde gedreht? Seine Antwort (danke!) gibt es nach dem Klick.
Ich habe ehrlich gesagt schon die ganze Zeit darauf gewartet, ob sich jemand bezüglich der Vogeleinstellungen bei uns meldet. Also der Vogel ist ausgestopft und wir haben ihm mit Hilfe von 3d Animation und Compositing Leben eingehaucht. Wir haben uns für diesen Weg entschieden, weil wir genau diese echten Bewegungen der Federn wollten. Unsere 3d Physik Tests haben uns keine zufriedenstellenden Ergebnisse geliefert. Flügel und Kopf haben wir teilweise aus anderen Einstellung, da uns die Bewegung hier und da besser gefiel. Die Augen wurden komplett digital ersetzt. Gedreht wurden diese Highspeed Einstellungen auf einer Spezialkamera, die in HD auf 5000fps drehen konnte. Die Einstellungen mit der Zwille wurden mit 2000fps gedreht.
Wir, die Macher (Produktion, Regie, Kamera) dieses Projekts sind Studenten der Kunsthochschule für Medien, Köln (KHM) und haben uns für unsere Projekte als Team zusammengefunden und sind seit dem unentwegs am „machen“.
[…] Durch Kontakte zum Management von „Get Well Soon“ hatten wir im Juli 2009 die Möglichkeit für Wallis Bird ein Musikvideo zu gestalten. Wir bekamen dafür einen riesen Haufen positives Feedback und so kamen wir auch dazu das neue „Get Well Soon“ Video zu machen. In der Konzeptentwicklung hatten wir komplett freie Hand! Hin und wieder haben wir uns mit dem Künstler Konstantin Gropper und dem Management kurzgeschlossen, aber von der Seite gab es kaum Einwände.Nach ca. 4 Wochen Vorbereitungen und Entwicklung ging dann der Dreh los. Die Tieraufnahmen konnten wir in einem Tierpark in der Eifel drehen und danach ging es dann in einen Wald im Sieg Kreis hinter Bonn. Und zwar war das nicht irgendein Wald, sondern der Waldabschnitt, in dem Lars von Trier große Teile seines „Antichrist“ gedreht hat ;-) . Dem geht eine lange Story voraus, wie wir auf diesen Wald schließlich kamen…
Der Dreh im Wald, aber auch im Tierpark war sehr aufwändig, da es schon Ende November war und die Sonne uns nur sehr kurz Licht gegeben hat. Hinzu kamen natürlich das eher nasskalte Wetter und unkontrollierbare Tiere ;-) . Und das alles auf Super 35mm und Super 16mm Film mit ca. 50-150fps. Also auch in dieser Hinsicht ein riskantes/kostbares Unterfangen. Alle haben uns im Vorfeld davon abgeraten, die Dinge zu tun, wie wir sie geplant haben, aber wir haben’s trotzdem gemacht :-) !
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