Parkour, diese Sportart, bei welcher der Läufer „unter Überwindung sämtlicher Hindernisse den schnellsten und effizientesten Weg von A zum selbstgewählten Ziel B nimmt“, ist nicht etwa eine Erscheinung des späten 20. oder frühen 21. Jahrhunderts, sondern wurde bereits – wie im obigen Video zusehen – von der deutschen Stuntman-Legende Arnim Dahl (* 1922 † 1998) im Jahre 1930 Ende der 30er (?) praktiziert (damals wohl weniger gezielt). Die Sequenz stammt aus dem US-Dokumentarfilm „Gizmo!“ (1977) des Oscar-Preisträgers Howard Smith über Erfindungen und Kuriositäten der Jahre 1920 bis 1950. Bei Google gibt es den Film in voller Länge zu sehen.
Möglicherweise könnte der harte WM-Verlauf für Deutschland zum Bonus im Halbfinale gegen Spanien werden. Eine Mannschaft wächst mit ihren Aufgaben. Stattdessen kann es ein Team, das bislang nicht vielmehr als Trainingsspiele absolviert hat, gegen einen wirklich starken Gegner eiskalt erwischen. Spanien hat – mal abgesehen von seinem Spiel gegen Portugal – in diesem Turnier noch keine Höchstleistung abrufen müssen, um sich irgendwie durchzuwurschteln. Deutschland dagegen durfte bereits gegen Größen wie England und Argentinien glänzen, hat dabei eine ordentliche Portion Selbstvertrauen getankt und möglicherweise noch den nötigen Feinschliff erhalten.
Okay, gegen uns spricht das Urteil des „Kraken-Orakels“ Paul. Vielleicht wählt der Oktopus aber auch einfach nur bevorzugt die rechte Box (also immer dann, wenn Deutschland ein „Heimspiel“ hat), um sich mit einer Muschel zu vergnügen. Beim Serbien-Spiel war das auch so. Wer weiß… Da ich mich nicht zu den Abergläubigen zähle, darf ich aber noch hoffen, Paul zum Trotz. Mein Gefühl sagt mir, dass es nicht einfach wird, und das Spanien gewinnen kann, vielleicht sogar gewinnen wird.
Meine Hoffnung sagt mir, dass mich mein Gefühl täuscht, und wir gewinnen!
Mein Verstand sagt mir, dass Holland heute gegen Uruguay gewinnen wird.
Genau diese These gilt es am kommenden Mittwoch im entscheidenden WM-Halbfinale gegen Spanien auszuräumen. Einfach wird es nicht – schon gar nicht ohne den gelb-gesperrten Jungstar Thomas Müller. Nicht nur, dass der Münchener mit seinem frühen Kopfballtor Argentinien in einen Schockzustand versetzte, und damit den entscheidenden Treffer des gestrigen Spiels landete. Im Liegen (!) bereitete er (zusammen mit Lukas Podolski) auch das 0:2 durch Miroslav Klose vor, und erwies sich auch in der Zementierung des deutschen Triumphes als eine der weichenstellenden Schlüsselfiguren dieser jungen Mannschaft.
Nun geht es im Halbfinale gegen ein Spanien, das derzeit mit dem Europameister die wahrscheinlich beste Mannschaft der Welt stellt. Wir dürfen uns auf keinen Fall von der Leistung der „Selección“ gegen Paraguay im Hinblick auf deren Form und wahre Klasse täuschen lassen. Ihre schwächsten Vorstellungen zeigten die kontrollierten und technisch perfekten Südeuropäer gegen klare Underdogs. Möglicherweise hatte ihr Tanz auf Messers Schneide seinen Grund in einer Unterschätzung des Gegners (was ihnen gegen Deutschland freilich nicht passieren wird). In allen Fällen waren die Spanier durch einen grandiosen wie frechen David Villa immer gut für das entscheidende Tor. Sie haben ihre Gegner müde gespielt, um ihnen das Genick zu brechen, wenn es zeitlich kein Zurück mehr gab.
Allerdings liegt eine Schwäche dieser Mannschaft m. E. in ihrem Trainer Vicente Del Bosque. Allen Unkenrufen zum Trotz hielt er in bester Basta-Manier an einem (durch eine Knie-Operation) angeschlagenen Fernando Torres fest, dessen labile Leistung sich auch im Viertelfinale als eine Einladung für den Gegner erwies. Del Bosque’s Schwäche ist, so glaube ich, seine Sturheit. Längst müsste er sich eingestanden haben, wie gefährlich es ist, Torres in seiner jetzigen Form von Beginn an spielen zu lassen. Und genau diese Schwachstelle wird Deutschland nutzen müssen.
Jogis vermeintliche „Frühchen“ müssen wie auch gegen Argentinien in der Anfangsphase des Spiels das Tor machen, solange der Sturmpartner von Villa noch auf dem Platz steht. Richtig warm geworden sind die Spanier in ihren letzten Partien nämlich immer erst dann, wenn ihr Stürmerstar eingewechselt wurde. Zudem darf die deutsche Elf in ihrem unglaublichen „Teamspirit“ und selbstbewussten Auftreten jetzt nicht nachlassen. Dann kann es auch ohne Müller mit einer Revanche für das gescheiterte EM-Finale 2008 klappen. Und wenn Deutschland diese Hürde erst einmal genommen hat, ist Müller wieder da – womöglich gegen Holland und mit dem hoffentlich besseren Ende für uns. Germany, Go For Gold!
Der Beinahe-Bundespräsident hat das Wort. (Und wenn Ihr das „Beinahe-“ in diesem Zusammenhang vielleicht für überzogen haltet – mag ja sein. Aber mit seiner Kandidatur hat er es in jedem Fall spannend gemacht.)
Habe ich es schon erwähnt? Ich liebe Licht! Also buntes Licht. Schon früher als kleiner Bengel war ich in alles vernarrt, was eine LED trug. Von daher wäre ich natürlich (was für eine Überleitung!) gerne beim Festival of Lights in Berlin gewesen. Zwei Wochen, vom 14. bis 25. Oktober 2009, wurde die Hauptstadt und Kulturmetropole in ein Lichtermeer aus Farben und Projektionen getaucht. Der Russe KonstantinAlemasov hat das ganze Spektakel in faszinierenden Bildern festgehalten, unterlegt mit der superchilligen Musik von Raz Ohara and the Odd Orchestra und ihrem Track „The Case“.
Für alle, die denken, dass mit diesem Schwaben-Synchrodings wäre schon durch und könnte keinen mehr vom Hocker reißen: Das hier hat mich vor lauter Lachen beinah vom Stuhl gerissen.
Eben noch in New York City, jetzt in der Lutherstadt Worms vor dem Wormser Dom St. Peter – und David Fishel hat mir noch nicht einmal Bescheid gesagt. Da wäre ich doch glatt hingefahren, um mir diesen neuen Davey Dance vor Ort anzuschauen. Dieses Mal zu Fatboy Slim’s „Weapon of Choice“.
Achja: Mit diesem ersten Beitrag im neuen Jahrzehnt wünsche ich allen Lesern ein glückliches, erfolgreiches, gesundes und gesegnetes Jahr 2010!
Fliegen sollen nicht immer nur schlemmen, sondern auch mal was schleppen – dachte sich wohl Eichborn, „der Verlag mit der Fliege“, und bestückte auf der Frankfurter Buchmesse ganze 200 davon mit ultra-leichten Bannern zur Promotion ihres Messestandes. Um keiner Fliege auch nur irgendein Leid zuzufügen, wurde bei der Anbringung Naturwachs verwendet, so dass sich die Banner nach einer Weile von alleine lösen konnten. Um es abschließend im Westerwelle-Slang zu sagen: „Wer das als“ Tierquälerei „bezeichnet, dem ist in seiner Hirnverbranntheit nicht mehr zu helfen!“
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Martin: Dann lauscht nochmal hin, denn da läuft der OST im Hintergrund. (Sound anmachen? hehe) Mehr hat das mit...
Babel: sicher das das was mit Inception zu tun haben soll? seh da kein zusammenhang^^
Hurkunde: grad gehört und gesehen; das video ist mir auch total entgangen :)
andreas: Davon würde ich gern das Making-of sehen :)
Goshhtrauma: Jetzt verstehe ich auch warum der Hund so zittert, lol!
Patricia: @Kristof: Der Versuch stammt aus den 1960er Jahren. Ich vermute fast, dass sich Mischels Ergebnisse...
Hurkunde: Die Lieder hören sich aber echt sehr sehr melodisch an. Klasse! Ich freu mich sooo sehr!
Lonnson: Dann wird es Dich freuen, dass die Band demnächst auf Tour kommen wird… 12.08.2010 –...
Buzzter: Unglaublicher Ohrwurm ist dieser Track! Ich werd das Video gar nicht erst starten,sonst hab die Melodie...
Alex: tatsächlich schon recht alt, aber sooooo gut, dass mans dir einfach nicht übel nehmen kann, dass du es...