Nick Gentry malt Portrait-Bilder auf Floppy Disks und Videotapes. Aber wer jetzt glaubt, damit hat es sich, ist weit gefehlt. Der britische Künstler schreibt über die Hintergründe seiner Arbeit:
Each floppy disk used in the paintings has a history and story of its own. It represents the increasing pace of the modern life cycle, where objects are created, used and disposed of quicker than ever. To challenge this notion, as these personal artefacts of life are cast aside, the obsolete are now given new life and a renewed purpose by using them as a medium for art. […]
Seine Gemälde sind also ein Manifest gegen die Wegwerfgesellschaft. Was heute entwickelt wird, hat morgen seine Funktion schon verloren. Gentry gibt den alten Medien eine neue in der Kunst.
Bei meiner Suche nach mehr Material der britischen Band Graffiti6, die ihre Single „Stare Into The Sun“ zum Timelapse Graffiti Mural-Video beisteuerten, bin ich auf diesen trippy Trickfilm von Ian Stevenson gestoßen, der sich dafür ebenfalls des Songs bediente. (Ich liebe die Charaktäre!)
Ist zwar wohl nicht besonders bequem, dafür aber sehr stylish und schön bunt: der Tetris-Sessel aus Fiberglas vom mexikanischen Industrie-Designer Gabriel Cañas. Das gute Möbelstück beinhaltet 3D-Versionen aller 5 Bauklotzvarianten des geliebten wie gehassten Videogame-Klassikers.
Hier zwei neue fantastische Nike-Ads von Dan Lowe. Oben: „Never without a fight“ featuring Bodypaint-Animation. Unten: „The Game is Never Over“ featuring Retro-Videogame-Passion.
Die 8-köpfigePhenomenal Handclap Band animiert mit ihren unwahrscheinlich coolen 70s-Grooves nicht nur zum In-die-Hände-klatschen, sondern die New Yorker haben für ihre neue Single „15 to 20″ auch ein ebensolch cooles 70s-like Video drehen lassen – in New York natürlich und 8 Frames.
So viel schon mal vorweg: Das ist einer der fantastischsten Lego-Stop-Motion-Filme, die ich je gesehen habe. Nicht umsonst wendete das schwedische Duo Tomas Redigh und Daniel Larsson aka Rymdreglage1.500 Stunden für den Prozess des Legosteine-Bewegens und -Fotografierens auf.
Diese Bilder sind einfach nur fantastisch, denn sie zeigen fiktive Video Game-Fabriken, die früher einmal Real-Life-Varianten der Klassiker Tetris, Arkanoid, Pong, Super Mario und Sonic produziert haben. Es sind dem entsprechend nur fünf Fotos beim französischen Amusement-Mag zu bewundern, aber sie bestechen durch ihren Detailreichtum. Es gibt so vieles entdecken, was einem oft erst beim zweiten Hinsehen auffällt, wie z. B. das Atari-Logo auf einer Produktionsmaschine für Punkteziffern aus Stahl oder das massive Arkaniod-Paddle, das unscheinbar in einer Verankerung ruht (s. o.).
Michael Hickox hat diesen netten Stop-Motion-Film gedreht, in dem altbekannte Retro-Games mit Lego-Steinen neu zum Leben erweckt werden. (Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich besser finden soll, das Video oder den unnachahmlichen Sound dazu?)
Relive some classic video games from the 1980’s with legos. (I didn’t include Mario or Donkey Kong because I have already made videos featuring them). This Video includes: 1. Frogger 2. Space Invaders 3. Pacman 4. Arkanoid 5. Tron (Light Cycles) 6. Asteroids
Dinge, die die Welt nicht braucht, können ja sooo interessant sein – wie z. B. diese Retro Flip Watch. Leute meines Jahrganges (und älter) werden solche Radiowecker noch kennen, wo es mit jeder Minute *flip* auf dem Nachttisch machte. Die berühmte Bastlerin und Computer-Chip-Designerin Jeri Ellsworth aus Oregon, USA, hat daraus eine „Armbanduhr“ gebastelt mit vielen Drähten und einem CD-ROM-Laufwerksmotor. Sieht alles ein bisschen aus wie eine Zeitbombe und ist wahnsinnig geeky.
Stanley Burrell alias MC Hammer startet in wenigen Tagen auf dem Sender A&E seine eigene Realityshow Hammertime, die ganz im Stile The Osbournes das turbulente Familienleben der Hammers (Frau + 6 Kinder) dokumentiert. Um das Ding zu promoten, inszenierte A&E diesen Flashmob, bei dem dutzende Leute in Hammerhosen ein Modegeschäft stürmten und sich zu „U Can’t Touch This“ einen abtanzten.
Das Stylophone ist kult. Erfunden im Jahr 1967 von Brian Jarvis wurde es Ende der 60er u. a. durch Demoplatten des australischen Musikers und Entertainers Rolf Harris erfolgreich vermarktet. Von solch einer Platte kann man sich jetzt auf YouTube einen raren Ripp anhören. Ein bisschen klingt die über eine Metallmine zu bedienende Handorgel wie ein „tuned duck fart“ – so James Grahame von Retro Thing. Und ein Volumenregler fehlte dem Stylophone auch – damals. In seiner Neuauflage 2007 (davon unten ein Foto) holte Jarvis die fehlenden Features nach und spendete dem Ding sogar zwei neue Tone, „which I affectionately call ‚helium duck‘ and ‚deep duck.‘“
Über die Jahrzehnte hinweg haben dennoch einige wenige Künstler das Stylophone in ihren Produktionen eingesetzt. Nennenswert sind u. a. David Bowies Space Oddity, Kraftwerks Computerwelt, sowie einzelne Titel von Orbital, Pulp und noch heute von The Boss Hoss („Free Love on a Free Love Free Way“) . Insgesamt wurden etwa 3 Millionen Stylophones verkauft. […]
Fotografie ist nur ein Gebiet des niederländischen Künstlers Koen Hauser. Und seine Bilder bzw. Motive haben es (in Sachen Verstörungsgrad) in sich. Da ist z. B. dieses Mädchen, dünn und in biederen Klamotten gekleidet, das auf einem Bett sitzt und dabei ein geschlachtetes Kaninchen im Arm hält. Selbstbewusst und kühl schaut es in die Kamera. In Anbetracht mancher zartbesaiteter Leser habe ich das jedoch nicht gebloggt, sondern dafür zwei Werke seiner spacigen Reihe „À la Recherche de l‘Aventure Perdue“.
In 2006 I started taking photographs in musea, amusementparks and other man-made tourist attractions. Looking at these places from a different angle, a parallel world emerged, consisting of movie-still like imagery that together form the basis of the artistbook À la Recherche de l‘Aventure Perdue, that will appear inf 2009.
Woran macht sich 51-prozentige Anteil der Virgin Group (Virgin Records etc.) an der britischen Eisenbahngesellschaft Virgin Trains bemerkbar? Richtig, natürlich an der brillianten 80er-Song-Auswahl für deren TV-Spots. Die übrigen 49-prozent der privatisierten British Rail gehören der Stagecouch Group. Das nur mal so am Rande.
Ich liebe es, mir solche Retro-Videos (mit so zwei kultigen Persönlichkeiten) an einem vielleicht 2 Kilo schweren Laptop mit Mousepad und Gimp anzuschauen. Was Andy Warhol wohl heute so alles angestellt hätte, wenn er noch leben würde?
Um Tiga’s trickreichen Elektro-Ohrwurm „Shoes“ zu visualisieren, konstruierten die Directors Alex and Liane (zwei Engländer in Berlin) eine ebenso „augenwurmartige“ Retro-Interview-Situation. Der Moderator wird dabei von Roger Hopley gespielt und das Model von Janine Henkes (vormals Berliner Sängerin jetzt tatsächlich Model).
Awesome! Queen’s „Bohemiam Rhapsody“ hier nicht etwa dargeboten von einer nerdigen Retro-Music-Software, sondern ausschließlich von obernerdiger antiquierter Hardware!
Please note no effects or sampling was used. What you see is what you hear (does that even make sense?)
Atari 800XL was used for the lead piano/organ sound
Texas Instruments TI-99/4a as lead guitar
8 Inch Floppy Disk as Bass
3.5 inch Harddrive as the gong
HP ScanJet 3C was used for all vocals. Please note I had to record the HP scanner 4 seperate times for each voice.
Drei Old-School-Nerds performen auf ihren globigen Old-School-PCs einen Old-School-Synthie-Song als Lobeshymne auf einen New-Wave-Minivan. Wahrscheinlich ist das Ganze die WTF-Retro-Inszenierung eines ziemlich abgedrehten Comedy-Channels.
Wie gut, wenn man Kommentatoren hat, die sich mit sowas auskennen und auch noch so nett sind, einen da nicht in Unkenntnis auflaufen zu lassen! So hat der gute Schützi nämlich via Gizmodo herausgefunden (Danke für den Hinweis!):
Hier ein Ausschnitt aus der US-Show “Tim & Eric Awesome Show Great Job!”, in dem drei alte Computer-Freaks im Kraftwerk-Stil Musik mit ihren Rechnern machen und über die justierbaren Einstellungen ihres Minivan singen. Das Ganze ist eine witzige Hommage an die Düsseldorfer Elektro-Giganten, die schon beim Titelnamen “Minivan Highway” anfängt, der an Meisterwerke wie “Trans Europa Express” und “Autobahn” erinnert.