Alle Jahre wieder das gleiche Spiel. Im Vorfeld eines großen Sport-Events versuchen sich die großen Sportartikel-Hersteller gegenseitig mit bombastischen Werbespots zu übertreffen. Für seinen minutenlangen „Write The Future“-Spot konnte Nike neben den Helden des Sports sogar Antihelden und Dickbäuche wie Homer Simpson gewinnen. Adidas dagegen setzt neben den üblichen Fußball-Größen auch auf die angesagtesten Acts der Internetgemeinde und lässt (u. a.) Daft Punk, Franz Beckenbauer, David Beckham, Snoop Dogg, Noel Gallagher, Ian Brown, Ciara, Jay Baruchel und DJ Neil Armstrong in der legendären Star Wars Cantina-Szene aufeinander treffen.
Ein dänisches Busunternehmen möchte das Arbeitsumfeld seiner Fahrer(innen) verbessern – als Beitrag zu seinem Projekt „Bedre Bustur“ (Besser Bus fahren). Zur öffentlichen Demonstration hat dessen virale Marketingabteilung Mukhtar auserkoren und ihm zu seinem 41. Geburtstag einen eigenen Flashmob organisiert. Ich halte die ganze Aktion für echt, auch die Reaktion des Busfahrers. Von daher wirklich eine rührende Sache und lobenswerte Arbeitgeber-Initiative (auch wenn man nicht vergessen darf, dass das Ganze immer noch unter „Imagecare am Exempel“ fällt).
Um auch dem Internet zu zeigen, dass es Olympus mit dem Fotografieren drauf hat, gab das japanische Unternehmen anlässlich des 50. Geburtstages ihrer Produktreihe Pen einen fabelhaften Stop-Motion-Film in Auftrag: The Pen Story. Von 60.000 Bildern wurden 9.600 Drucke gefertigt und von diesen wiederum 1.800 fotografiert. Das so zusammengestellte Stop-Motion-Meisterwerk entwickelte sich binnen weniger Tage zum Blockbuster im viralen Internet und wurde bis heute über 2 Millionen Mal angeschaut. Gleichzeitig hagelte es in den Kommentaren auf YouTube jedoch Kritik, man habe die Idee von einem gewissen Takeuchi Taijin geklaut, der mit seinem konzeptgleichen Film „Stop motion with wolf and pig“ bereits zuvor das Netz erobert hatte.
Zur Versöhnung mit den Kritikern von damals engagierte Olympus nun Taijin als Regisseur für ein neues Stop-Motion-Viral: „PEN Giant“. Wieder ein Kunststück, zwar aus weniger Bildern, aber dafür aus viel größeren. Diesmal wurden nämlich 355 Bilder im Format großer Werbetafeln gedruckt und das darauf abgebildete Model auf seiner Reise zu Dächern einer schönen Stadt begleitet.
Ihr erinnert Euch doch sicher noch an das Video von dem Sechstklässler, der in einer Talentshow mit seinem Paparazzi-Cover alle Anwesenden zu begeistern wusste. Greyson Michael Chance heißt der Gute übrigens und sein Video erreicht in Sachen Aufrufe bei YouTube bald die magische 10-Millionen-Marke. Für US-Talk-Königin Ellen DeGeneres Grund genug das Wunderkind in ihre Show zu holen.
Wenn uns Google mit seinem ersten eigenen Handy „Nexus One“ auch keinen iPhone-Killer beschert hat, dann doch zumindest dieses tolle Ninja-Puppen-Stop-Motion-Viral von Patrick Boivin.
Ich kann Euch nur raten, dieses Video von vorne bis hinten zu gucken. Am Anfang dachte ich: „Mmh, eher nicht mein Fall.“ Aber wie sich das Ganze (Video und Song) dann aufbaut, ist einfach großartig! Brian L. Perkins drehte diesen Clip zusammen mit der Band und 200 Mitwirkenden, darunter die Notre Dame Marching Band, in einem Take zu OK Go’s „This Too Shall Pass“ aus dem neuen Album „Of the Blue Colour of the Sky“. Trotzdem blieb dem Ding der virale Erfolg zunächst versagt, denn…
Die haben einen neuen Clip bei Youtube hochgeladen und wunderten sich nach zwei Tagen, warum der nicht, wie alle ihre vorigen Videos, viral durchstartete. Woraufhin sie einen seltsamen Film posteten, in dem sie die Leute anflehten, das Ding anzuschauen. Was sie offensichtlich nicht wussten: Ihr Video war geo-geblockt, Ihr wisst schon: This video is not available in your Country.
Als ihnen das nun jemand gesteckt hat, habe sie ihr Video selbst in ihrem Vimeo-Account hochgeladen […]
Parry Gripp, den wir von solchen viralen Welthits wie „Cat Flushing A Toilet“ oder „Chimpanzee Riding A Segway“ kennen, hat sich nun dem Thema des „Hot Dog“ gewidmet – in einer sehr wortwörtlichen Umsetzung zu seinem neuen Song „Hot Dog Time“ featuring „Uter the amazing Wiener Dog“.
Das hier gehört definitiv zu den genialen Dingen, die man bloggen muss, auch wenn es schon überall war und jeder kennt. Angefangen hat alles mit der Shorecrest High School, die ein Lip Dub Video gedreht hat. Die Shorewood High School legte im Wettbewerb dann noch eins drauf, drehte auch ein Lip Dub Video – das aber rückwärts! (Für mich haben sie ja alleine schon durch ihre Musikauswahl gegenüber Shorecrest um Längen gewonnen. Und überhaupt… Shorewood klingt auch besser.)
Am Ende des Jahres 2008 veröffentlichte DJ Earworm auf YouTube seinen Mashup „United State of Pop 2008″, in dem er die Top 25 Hits der US-Billboard-Jahrescharts zu einem Track zusammen mischte. Das Ding wurde ein Riesenerfolg und hat bis heute 1,5 Millionen Klicks erhalten. Ob sein neuer Mashup „United State of Pop 2009 (Blame It on the Pop)“ auch so einschlagen wird? Dieser ist jedenfalls imo noch R‘n'B-lastiger geworden (was offensichtlich den diesjährigen Chartszutaten zu schulden ist). Die Mashup-Qualität ist natürlich wieder Over the Top äh Pop. Und bei YouTube gibt es die Liste mit den verwursteten Tracks + einen Link zum kostenlosen Download des Mashups.
Bevor Ihr jetzt denkt: „Pfff… schon wieder ein Chrome Viral“, und es gar nicht erst anklickt: Das hier ist wirklich die beste Präsentation, die ich jemals für einen Browser gesehen habe. Ich will nicht wissen, wie viele Arbeitsstunden die Umsetzung gekostet hat. Also würdigt das mit einem View!
In den vergangenen Tagen machte im Netz das Video einer Überwachungskamera die Runde, auf dem ein sturzbetrunkener (?) Herr versucht (!) ein Sixpack Bier zu kaufen. In der Regel stehe ich auf sowas ja eher weniger, aber dieser Stummfilm-Edit von Whit Scott hat mich dann doch gepackt.
[Update] Das wollte ich noch anmerken, um entsprechenden Kommentaren bereits vorzubeugen: Natürlich kann es sich beim Originalvideo um einen Fake handeln. Ich frage mich auch, warum dem armen Kerl am Ende keiner wirklich zu helfen scheint. Aber das ist ein anderes Thema…
Dass ich mit offenem Mund und uuaarr-verzerrtem Gesicht einem YouTube-Video zuschaue, passiert auch nicht alle Tage. Aber wenn die berühmten Mountainbike-Brüder Dan und Gee Atherton die Slums von Brasilien rocken und durch engste Häuser-Zwischenräume sausen, nur wenige Zentimeter an den jubelnden Zuschauern vorbei – bleibt einem nichts anderes übrig, als gefriert vor Erstaunen vor’m Bildschirm zu hängen und zu denken: „Die sind gut man. Die sind echt gut man.“
Nur mal so: Ich persönlich halte ja nichts von Tattoos (*autsch*) und würde mir schon gar nicht eine Vintage-Fotokamera auf den Arm tätowieren lassen. Aber diesem ganzen Vorgang via Zeitraffer in weniger als 1 ½ Minuten zuzuschauen ist schon ziemlich „freaking amazing“ – wie eine Kommentatorin auf Flickr schreibt. Dort gibt es dann auch das obige Video (Update: ah, das kann man einbetten) von Dabe Allen wie er von Tony Touchgenadelt tätowiert wird.
Conan! Was für ein grandioser Name für ein super niedliches Kätzchen, das nicht mal für zwei Minuten alleine sein kann (ich muss dabei nämlich immer an den hier denken).